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Geleitwort des Stadtarchivars von Thun
Dr. J. Keller


Leseprobe: Das letzte Todesurteil (aus dem Kapitel 'Und das bewegte die Goldiwiler besonders': Von Schwindlern, Dieben, Bränden, Unglücksfällen und vor allem einem Todesurteil - Das tragische Schicksal der Barbara Schneiter.)   Über den Autor   Home   Gästebuch

Das gedruckte Schrifttum über Thun (die sogenannten Thunensia) hat in den letzten Jahren manch wertvolle und gewichtige Ergänzung erfahren, sind doch zahlreiche Bücher und Broschüren erschienen, die sowohl allgemeine und übergreifende Aspekte als auch viele Thuner Einzelthemen abhandeln. Diese Feststellung gilt auch für das Gebiet der ehemaligen Einwohnergemeinde Strättligen, nicht aber für die frühere Gemeinde Goldiwil. Denn tatsächlich konnte ein Interessent, der sich bis anhin in einer Bibliothek um eine gedruckte Darstellung von Goldiwil bemühte, kaum und nur sehr unbefriedigend mit Lesestoff eingedeckt werden. "Dem Manne kann geholfen werden", ist man heute - getreu dem Schillerschen Zitat - geneigt zu sagen, da ja nun das sehr ansprechende Buch "Goldiwil" von Ernst Schneider vorliegt. Eine äusserst empfindliche und oft gerügte Lücke im Thuner Schrifttum ist damit auf angenehmste und befriedigendste Weise geschlossen worden.

Dr. Jon KellerDer Autor des stattlichen Bandes, Ernst Schneider, ist sicher der beste Kenner von Werden und Sein von Goldiwil. Seit 1950 ist er in Goldiwil ansässig , wo er von 1950 bis 1980 als Lehrer und Schulvorsteher gewirkt hat. Jeder Leser wird leicht erahnen, wieviel Zeit und Arbeit der Autor in sein Werk investiert hat. Er hat umfangreiches Aktenmaterial in diversen Archiven in Thun und Bern gesichtet und gedruckte Publikationen für seine Arbeit zu Hauf studiert. Im besonderen ist festzuhalten, dass Ernst Schneider im Laufe der Jahre und Jahrzehnte zahlreiche Informationen der Altvorderen gesammelt und damit verhindert hat, dass unsere Vorfahren wertvolles heimatkundliches Wissen mit ins Grab genommen haben.

Erfreulich ist, dass der Autor nicht bloss ein Geschichtsbuch von Goldiwil mit Daten und Ereignissen verfasst hat, sondern recht eigentlich eine Heimatkunde, in welchem unter anderen zahlreiche kulturgeschichtliche, volkskundliche und namenkundliche Aspekte beleuchtet werden. Oder anders gesagt: aus dem Buch von Ernst Schneider kann erfreulich schön herausgelesen werden, wie es sich einst, aber auch heute in Goldiwil so leben liess und lässt, nicht zuletzt auch dank dem zahlreichen, sehr informativen Bildmaterial.

Dem Buch "Goldiwil" von Ernst Schneider wünsche ich einen grossen und interessierten Leserkreis !


Texte © 2000 Ernst Schneider, 3624 Goldiwil
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